Klassenfoto 2018/19

In der vergangenen Woche hat Paula Bulling die Nachfolge von Aisha Franz angetreten.
Wir freuen uns sehr!

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4. Festival Grafisches Erzählen, 23. bis 27. Januar 2019

Comic-Lesungen, Verlagsvorstellungen, Vorträge und eine Ausstellung – das alles bietet das 4. Festival Grafisches Erzählen. In entspannter Atmosphäre findet das vom Literaturhaus Nordhessen veranstaltete Event vom 23. bis 27. Januar 2019 im Kasseler Kunsttempel statt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dieses Mal auf der Schweizer Comic-Szene: David Basler, Verleger des renommierten Zürcher Verlags Edition Moderne, spricht nicht nur über die Comic-Szene des Alpenlandes, sondern auch über seine Arbeit in der Redaktion des bedeutenden Comic-Magazins „Strapazin“. Der aus Basel stammende Jan Bachmann stellt seine Graphic Novel „Mühsam – Anarchist in Anführungsstrichen“ vor, die seit Erscheinen im Frühjahr 2018 für Furore sorgt. Musikalisch begleitet wird er von seinem Bruder Moritz. Mit „Der Märchenmaler von Zürich“ und „Der Blechbauchmaier“ hat Serpentina Hagner eine beeindruckende Familiensaga geschaffen, während Pirmin Beeler mit seinem Debüt „Hat man erst angefangen zu reden, kann alles Mögliche dabei herauskommen“ überrascht.

Eingeladen sind weitere bekannte Künstlerinnen und Künstler wie der in Kassel lebende, aus Tirol stammende Zeichner Lukas Kummer, der eine bemerkenswerte Adaption von Thomas Bernhards Autobiografie „Die Ursache“ vorgelegt hat und diese vorstellt oder die Hamburgerin Birgit Weyhe, die das aktuelle Spring-Magazin zum Thema „Arbeit“ präsentiert und Einblicke in ihre Tätigkeit als Comic-Autorin gewährt. Wie immer werden bei dem Festival Grafisches Erzählen Zusammenhänge von Comic und Film aufgezeigt: So wird es in dem Vortrag des Kasseler Oscar-Preisträgers Thomas Stellmach über die so genannte „Wundertrommel“ (Zoetrop) gehen, ein Animationsinstrument aus dem 19. Jahrhundert, das Stellmach noch heute einsetzt. Michel Esselbrügge liest aus seinem Comicdebüt “Langfinger & Wackelzahn”, das bei Rotopol erschienen ist – und auch die Illustrationsklasse der Kasseler Kunsthochschule ist mit Beiträgen mit von der Partie.

Nicht zuletzt wirft die Ausstellung des Zeichner-Duos Bringmann & Kopetzki witzige Comic-Schlaglichter auf die Subkultur der Party- und Raver-Szene und bietet den Gesamtrahmen des Festivals. Zu sehen sind Comics und Cartoons aus 25 Jahren gemeinsamen Schaffens. Jens Bringmann und Valentin Kopetzki zeichnen seit 1989 gemeinsam Comics. Als Mitinitiatoren des legendären Kasseler Clubs Stammheim versorgen sie seit 1994 die deutsche Techno-House-Szene mit schrill-bunten Artworks. Vor allem aber begleiten sie die Szene bis heute mit ihren Comics und Cartoons als Chronisten all der Höhen und Tiefen, die ein intensiv gelebtes (Nacht-)Leben nun mal mit sich bringt.

Das Programm:

Mittwoch, 23. 01.2019:
19.00 Uhr │ Ausstellungseröffnung: Bringmann & Kopetzki. Hotze und Co. Comics, Cartoons und schrille Artworks.
Grußwort: Susanne Völker, Kulturdezernentin der Stadt Kassel.
20.00 Uhr │ Jens Bringmann und Valentin Kopetzki über ihre Recherchen im elektronischen Untergrund: Wilde Nächte, derbe Abstürze – Party Life!

Donnerstag, 24.01.2019
18.00 Uhr │ Short Stories Die Illuklasse der Kunsthochschule präsentiert neue Comics.
20.00 Uhr │ “Die Ursache” Lukas Kummer und seine Adaption von Thomas Bernhards Autobiografie.
21.00 Uhr │ Arbeit! Birgit Weyhe über ihre Comics und das aktuelle Spring-Magazin.

Freitag, 25.01.2019 - Schwerpunkt Schweizer Comic-Szene
18.00 Uhr │ “Der Märchenmaler von Zürich” und “Der Blechbauchmaier” – Serpentina Hagner auf den Spuren des Märchenmalers Emil Medardus Hagner.
20 Uhr │ David Basler über die Schweizer Comicszene, die Edition Moderne und das “Strapazin”.

Samstag, 26.01. 2019 – Schwerpunkt Schweizer Comic-Szene
18.00 Uhr │”Hat man erst angefangen zu reden, kann alles Mögliche dabei herauskommen” - Pirmin Beeler stellt seine erste Graphic Novel vor.
20.00 Uhr │”Erich Mühsam – Anarchist in Anführungsstrichen” – Jan Bachmann liest aus seinem Erfolgsdebüt, sein Bruder Moritz macht Musik.

Sonntag, 27. 01. 2019
12.00 – 17.00 Uhr │ Publikationen der Illuklasse, Michel Esselbrügge, Trickfilm, Kaffee und Kuchen.

12.30 Uhr │Geschichten aus dem Zoetrop oder Alles dreht sich im Kreis – und dennoch geht es voran. Thomas Stellmach berichtet über ein ungewöhnliches Zeichentrickfilm-Projekt.
13.30 Uhr │ Neu bei Rotopol: “Langfinger & Wackelzahn” – Michel Esselbrügge liest aus seinem Comicdebüt.

https://www.literaturhaus-nordhessen.de

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http://blog.bringmannundkopetzki.de/artwork/portfolio

Abschlusspräsentation Lisa Heine

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V J Party

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Plattencover von Isabel Rutz für “Catch as Catch can”

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https://isabellru.tumblr.com

Rotopol Tuesday Tales

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http://www.rotopolpress.de

Janne Marie-Dauer-”Die Abrisskugel”

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House books Wien

https://www.jannemariedauer.com

Einladung zum Abschluss von Florian Biermeier

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Greta und Jolandas Nordbaufunk

https://nordbaufunk.de/Hallo-Michel-Esselbrugge

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Janne Marie Dauer auf dem FAZ Blog

Geistreiches über Geisterarmut
20. November 2018 von Andreas Platthaus
Habe ich dieses Heft in Erlangen auf dem Comicsalon gekauft? Wurde es mir geschickt? Ich weiß es nicht mehr, aber dass es irgendwie herum- und schließlich zu mir hereingegeistert ist, passt zu seinem Titel: „Geister“. Geschrieben und gezeichnet hat es Janna Marie Dauer; auch über sie weiß ich nichts. Der Rückseite kann man entnehmen, dass das schöne rosafarbene mit den zwei zueinander kopfstehenden Frauenköpfen in der Risowerkstatt der Kunsthochschule Kassel hergestellt worden ist, schon vor einem Jahr. Frau Dauer wird also wohl bei Hendrik Dorgathen studiert haben, und aus dieser Schule kommen seit Jahren zuverlässig neue Talente.
Natürlich fördert das Netz sofort mehr zur Autorin zutage: https://www.jannemariedauer.com/, und wenn man sich kontinuierlich durchklickt, landet man irgendwann auch bei einer kleinen Leseprobe zu „Geister“. Um es einfach zu machen: https://www.jannemariedauer.com/comics/cleo-und-luise/. Daraus erfährt man mehr, als der Comic zunächst selbst verrät, denn im Netz ist gleich von Luise und Cleo, den beiden Protagonistinnen aus „Geister“, als von „besten Freundinnen“ die Rede. Derart explizit wird das im Heft nie gesagt, aber die Geschichte gibt sich ohnehin erst einmal wortkarg: Dialoge setzen erst auf Seite 8 (von insgesamt 42) ein. Bis dahin folgen wir der blonden Luise ins Schwimmbad und der dunkelhaarigen Cleo ins Badezimmer. Keine Orte, an denen man gemeinhin Geister vermuten würde.
Das ändert sich, als sich die Handlung in Luises WG verlagert, in der sie derzeit allein lebt und etliche Dinge verändert vorfindet. Da sie dafür keine Erklärung hat, ruft sie Cleo an, die eh mit ihr reden wollte. Denn Cleo wurde gerade von ihrem Freund verlassen, aber das interessiert die aufgeregte Luise kein bisschen. Darüber wiederum ist Cleo schwer enttäuscht, du so wird die Freundschaft auf eine Probe gestellt. Und das ist eigentlich auch schon die ganze Geschichte.
Klingt nach nicht viel. Zumal es nie eine Erklärung für die Veränderungen in der Wohnung geben wird. Ziemlich geistarm also. Aber wie geistreich Janne Marie Dauer dieses Nichts an Geschehen erzählt, das macht den Reiz aus: schwarzweiß mit sehr schnell wechselnden Perspektiven, einer parallelen Handlungsführung, als Cleo sich an einen gemeinsam als Jugendliche verbrachten Urlaub im Zeltlager erinnert, während Luise versucht, ihre Mitbewohner zu erreichen, und einer geschickt verschachtelten Seitenarchitektur, die durch das meist dichtgedrängte Arrangement die Bedrängnis der beiden jungen Frauen sichtbar macht. So kann man auch aus nichts viel machen. Und wer nun wissen will, wo man das Heft bekommt, der muss sich selbst auf die Suche machen, denn ich weiß ja nicht, wie mir die Sache zugegangen ist. Gespenstisch.
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https://blogs.faz.net/comic/2018/11/20/geistreiches-ueber-geisterarmut-1289

Anne Zimmermann

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https://annezimmermann.tumblr.com/

Comic workshop Palma de Mallorca

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Comicmesse Hamburg2019

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Eröffnung Rundgang 2018

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Die hier gezeigten Fotos sind während des Rundgangs mehr oder weniger zufällig entstanden. Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen.
Sollten Sie sich auf einem der Fotos erkennen und nicht damit einverstanden sein, hier abgebildet zu sein, schicken Sie uns bitte eine kurze Nachricht. Wir löschen dann das Foto so schnell wie möglich. Sollten Sie an einem der gezeigten Werke interessiert sein, vermitteln wir gerne den Kontakt zu den Künstler*innen.

Rundgang Comic und Illuklasse 2018

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